Archiv der Kategorie: Buchkritik

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid TestAmerika der frühen Sechziger: LSD-Experimente, San Francisco, Blumenkinder. Und eine Busreise, wie es sie nie zuvor gegeben hat und nie mehr geben wird: 1968 beschrieb der Journalist Tom Wolfe die legendäre Reise von Ken Kesey und seinen „Merry Pranksters“ in seinem „Electric Kool-Aid Acid Test“. Ein Buch, welches längst als „Neues Testament der Hip-Mythologie“ gilt.

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Albert Goldman: John Lennon - Ein Leben

Er hat einige der besten Songs der Rockgeschichte geschrieben und war gefürchtet als jähzorniger Schläger. Die Biographie von Albert Goldman befasst sich vor allem mit den Schattenseiten von John Lennon.

Albert Goldman: John Lennon - Ein LebenDas letzte Foto von Lennon ging Ende 1980 durch alle Zeitungen und ist vielen unauslöschbar in Hirn und Herzen haften geblieben: John Lennon, die markante Adlernase spitzer denn je, das Haar wie zu seinen Rock’n’Roller-Zeiten nach hinten gekämmt, signiert seinem Mörder Mark David Chapman „Double Fantasy“, Lennons letzte Schallplatte. Unterdessen sind fast zehn Jahre vergangen, und längst thront Lennon hoch oben im Himmel der ewigen Pop-Idole, direkt neben Janis Joplin, Jim Morrison, Brian Jones, Jimi Hendrix und einigen mehr. Kann man ihn dort nicht einfach in Frieden ruhen lassen? Anscheinend nicht. Der ehemalige Englischprofessor Albert Goldman, der auch schon Elvis Presleys Leiche fledderte, lässt kaum ein gutes Haar an dem berühmten Pilzkopf.

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Brian Moore: Die einsame Passion der Judith Hearne

Brian Moore: Die einsame Passion der Judith HearneEinfühlsame Fallstudie und Manifest der Verzweiflung: Brian Moores 1955 entstandener erster Roman „Lonely Passion Of Judith Hearne“ hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt.

„Das erste, was Miss Judith Hearne in ihrem neuen Logis auspackte, war die Fotografie ihrer Tante im Silberrahmen.“ Zum Foto der Tante kommt das Bild von Herz Jesu. Der Eindruck spießig-behaglicher Geborgenheit bricht erst zwanzig Seiten später zum ersten Mal, beim morgendlichen Blick in den Spiegel: „Trügerisch verwandelte ihr Blick sie gemäß ihrer Vorstellung, veränderte den Umriss ihres fahlhäutigen Gesichts, bildete geschickt die lange spitze Nase um, an der eine kleine kalte Träne hing. (…) Ihr Körper, reizlos wie ein billiger Kleiderständer, füllte sich jetzt mit weichen Rundungen aus, entwickelte eine zarte Linie zum Busen hin. Sie betrachtete den Spiegel, eine reizlose Frau, die sich zur köstlichen Illusion von Schönheit verwandelte.“

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Barbara Vine: Die im Dunkeln sieht man doch

Barbara Vine: Die im Dunkeln sieht man dochIn ihrem Roman „Die im Dunkeln sieht man doch“, für den sie 1986 den Edgar-Allan-Poe-Preis erhielt, beschreibt Barbara Vine - vielen besser bekannt als Ruth Rendell -, die Lebensgeschichte von Vera Hillyard, einer der letzten Frauen, die in England gehenkt wurden. Minutiös seziert Barbara Vine die Entwicklung einer Frau, deren Netz aus ritualisierten Lebenslügen nur noch Mord als Ausweg zulässt.

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