Schlagwort-Archive: Köln

Schnellzug nach Köln - ET 57 e.V.

Schnellzug nach Köln - ET 57 e.V.

Wohl jeder etwas ältere Kölner oder Bonner erinnert sich gerne an die „Rheinuferbahn“ und an die „Vorgebirgsbahn“, zwei Regionalstrecken der KBE, die die beiden Städte zwischen 1906 bis in die 1980er Jahre verbanden, ehe sie im Verkehrsverbund der Stadtbahnen aufgingen.

Der ET 57 e.V. hat sich einen der letzten alten Triebwagen aus den 50er Jahren gesichert mit dem Ziel, diesen zu restaurieren und wieder fahrbereit zu machen. Nicht zuletzt die sehr schön gestalteten und interessanten Seiten lassen das Projekt über einen rein lokalen Bezug hinauswachsen.

http://www.et-57.de

Jan und Griet

Jan und Griet (nach einem Aquarell von Josef Passavanti)Mit ihren weizenblonden Zöpfen war Griet wirklich eine Schönheit. Ihr rosiger Teint und die strahlenden Augen passten wunderbar dazu. Jan ließ den Eimer mit Futter für die edlen Pferde des Guts Schlenderhan sinken und blickte der hüftenschwingenden Magd noch lange nach. Wenn sie nur ihre Nase nicht so hoch tragen würde! Jan hatte Griet schon hundertmal gefragt, ob sie ihn am Wochenende zum Tanzen auf den Dorfplatz begleiten wollte. Das idyllische Dörfchen Büttgen hatte trotz Kriegswirren nicht von dieser schönen Sonntagstradition abgelassen. Aber Griet lachte jedes Mal nur glockenhell auf: „Mit dir, Jan? Was denkst du nur? Glaubst du, dass mir deine dunklen Augen und deine kräftigen Hände genügen? Was ich brauche, das ist ein feiner Herr. Das entspricht mir wohl. Einer, der nicht in Diensten steht. Jemand, der mir etwas bieten kann!“

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Karl und Ida

manesse.jpgdū bis mīn, ich bin dīn …
des solt dū gewis sīn;
dū bis beszlozzen in mīnem herzen,
dū muost och immer darinne sīn.

(unbek. Dichterin, 12. Jhd.)

„Du bist nur ein rechtloser unehelicher Bastard und hast kein Recht, hier im Palast zu wohnen!“ Plektrudis, die hoch gewachsene Witwe Pippins, schleuderte die Worte in Richtung des halbdunklen Erkers, in dem eine stämmige Gestalt zu erkennen war. „Mich hat dein Anblick schon immer angewidert! Erinnerte er mich doch stets an den Treuebruch meines Gatten. Wie konnte er mir diese Schande nur antun. Jetzt liegt er begraben in der Gruft der Karolinger. Er war ein guter Hausmeier. Gewiss. Und hat hier in Köln eine strenge, aber gerechte Hand gehabt. Es hat uns Jahre gekostet, die Herrschaft in dieser ehemaligen Römerstadt aufzubauen. Und der Palast hier …“ Mit einer ausladenden Geste deutete sie rings umher auf die mächtigen Steinmauern, an denen wertvolle Tapisserien hingen.

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Die Kölner Parkhaus-Tour

architaxi.jpgSollte ich diesen Artikel nun unter „Automobile“ einordnen? Aufgrund der Nerdlastigkeit dann doch lieber unter „Ingenieure“, die Unterrubrik „Architekten“ muss man sich dazudenken. Parkhäuser werden normalerweise nur als lästiges Übel wahrgenommen, können aber auch ihren ganz eigenen Zauber und architektonischen Reiz haben. Nicht von ungefähr gehört das Plastikparkhaus mit Aufzug und Rampe zu den Spielzeug-Klassikern für autobegeisterte Jungs. Und da ich ein solcher immer geblieben bin, war ich sofort dabei, als das Kölner Architaxineues Fenster zu einer Tour quer durch Kölner Parkhäuser einlud.

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Parken in Köln

Gegen 19 Uhr im obligatorischen Stau auf dem Hohenzollernring kurz vor dem Rudolfplatz geht gar nichts. Die viel zu kurze Ampelphase entlässt stets viel zu wenig Autos in die dann freie Fahrt ab Hohenstaufenring, der Rückstau durch die Rechtsabbieger tut sein Übriges. Und darüber hinaus suchte ich einen Parkplatz …

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Straßenbahnmuseum Köln

Straßenbahnmuseum Köln

Bereits am 20. Mai 1877 nahm in Köln zwischen den Stadtteilen Deutz und Kalk die erste Pferdebahn ihren Betrieb auf, und im 20. Jahrhundert entwickelten sich die Kölner Vorort- und Straßenbahnen schnell zum unverzichtbaren Verkehrsmittel.

Das vom Verein Historische Straßenbahn Köln e.V. betreute Straßenbahnmuseum hat nicht nur am Standort in Köln-Thielenbruch eine respektable Sammlung alter Straßenbahnwagen zusammengetragen, sondern weiß diese auch sehr schön im Internet zu präsentieren.

http://www.hsk-koeln.de

Weltweite Kommunikation

Man kann einfach spazieren gehen … oder man kann auch gezielt auf bestimmte Dinge achten: etwa auf Wappen. Und dann stellt man fest, dass es in Köln Wappenabbildungen wie Sand am Meer gibt. Einen solchen Wappenspaziergang unternahm ich mit Anke an einem schönen Sonntag, und eines weiteren schönen Sonntags begab es sich, dass ich die schönen Slide- und Schnitteffekte von DaViDeo4 ausprobierte, einer Software, die auch schon die Gründung eines Künstlerclubsneues Fenster provoziert hat.

koelnwappen.jpg
Wappen von Köln im Kölner Dom

Spaziergang und Herumbastelei ergaben schließlich einen einminütigen Film, den ich hier gerne allen zur Verfügung stelle, die die knapp 10 Megabyte nicht scheuen: koelnwappen.mpg. Der Soundtrack stammt übrigens von der Band Global Communication.

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Ulrich Hölzer: E zählung

Ulrich Hölzer: E zählungKindheit und Kulte: Kölner Autor beim Umschleichen der Wirklichkeit: Ulrich Hölzers „E zählung“.

Als Korrektor, das kenne ich auch, ist man ja nur so eine Art Besenschwinger in den Texten der anderen, was einen Minderwertigkeitskomplex erzeugt, den man letztlich nur durch Schreiben von Büchern kompensieren kann. Ulrich Hölzer ist ebenfalls Korrektor und baut bereits in den Titel seines Buches einen Fehler ein (Wo ist das „r“?). Tatsächlich geht es in der „E zählung“, die eigentlich eher eine Loseblattsammlung von kleineren Texten und Reflexionen ist, am Rande auch um den Jaguar Typ E, „dieses schockgefrorene automobile Spermium“. In der Hauptsache aber geht es ums Köln der 80er Jahre, um Computer, um die Tücken des Sich-Verliebens, ums Nachtleben, um Kneipen wie das Sixpack, und, immer wieder, um Ulrich Hölzer, der als allgegenwärtiger, sanftmütiger E zähler (namenlos, oder als „Pelzer“ mehr geoutet als getarnt) einen nicht enden wollenden Monolog teils aufnimmt und weiterführt, teils auch immer wieder abgleiten lässt auf andere Ebenen, auf eine Meta-Ebene etwa, wo Sprache nur noch als Selbstzweck artikuliert wird und gleichzeitig sich selbst in Frage stellt.

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www.Karneval.de

www.Karneval.de

„Kölle Alaaf“ heißt es in der Domstadt am Rhein jedes Jahr aufs Neue, und auf unzähligen Karnevalsfeiern und -sitzungen fließt das Kölsch in Strömen.

Auf www.Karneval.de geht es weniger feucht-fröhlich zu, dafür vermittelt die mit alten Stichen stilvoll gestaltete Website eine interessante Chronik des Kölner Karnevals, allerlei Hintergrundinfos zur Historie und einen - natürlich auf den Karneval bezogenen - virtuellen Stadtrundgang durch Köln. Ein guter Surftipp also gerade für Karnevalshasser, die in diesen Tagen lieber im Internet surfen.

http://www.karneval.de